25-04-2026, 17:28 - Wörter:
Ehrliche Sorge trat in die großen dunklen Augen, als sie an das Bett ihrer zukünftigen Schwiegertochter herantrat und sich das Elend besah. Muírín sah fürchterlich aus. Sie wirkte völlig verschwitzt, fiebrig und hatte ganz offenbar ganz gewaltig mit einer Erkältung und deren Nebenwirkungen zu kämpfen. Zumindest durften sie hoffen, dass es nur so etwas war. Sie war erst vor zwei Tagen angekommen und diese zwei Tage waren auch für die junge Frau sehr anstrengend gewesen. Nicht nur aufgrund der Reise, die sie hinter sich hatte. Man durfte schlichtweg nicht vergessen, dass das Land an einigen Stellen mit einem immer weiter eskalierenden Krieg zu kämpfen hatte. Und dieser Krieg forderte auch abseits irgendwelcher Kämpfe für gewöhnlich Opfer. Handeslrouten kamen zum erliegen, Dörfer wurden verwüstet. Schlachtfelder, häufig aufgrund der strategischen Logik nah am Wasser gelegen, verpesteten die Flüsse mit Leichenwasser und dem, was die Körper zurückließen. Niemand räumte hinter einem Kriegsheer auf. Man ließ liegen, was die Natur sich wiederholte. Und die Menschen, jung und alt, betroffen oder nicht betroffen, zahlten den Preis. Niemand fragte sie, ob sie das wollten oder nicht.
«Ich habe ein Kleinkind, um das ich mich kümmern muss und du hast Zeit mit mir verbracht, Muírín. Was auch immer du hast, ich habe mich entweder schon angesteckt oder ich werde es ertragen. Es ist schon in Ordnung.»
Immerhin hatte auch das Personal bereits Kontakt zu ihr gehabt und es war vermutlich nur gut, wenn sie alle Feierlichkeiten tatsächlich absagten. Schon um zum einen Muírín zu schonen, zum anderen um eine Ansteckung zu vermeiden. Maebh konnte sich was Besseres vorstellen, als die halbe Hochzeitsgesellschaft mit einer noch unbekannten Krankheit zu infizieren.
«Es muss dir doch nicht leid tun, Muírín», flüsterte Maebh und setzte sich neben sie auf die Bettkante und fuhr ihr mit der Hand sanft über das schweißnasse Haar, während das Mädchen in das Kissen weinte.
«Ich kann verstehen, dass es dir womöglich unangenehm ist», fügte sie noch an und runzelte ein wenig die Stirn. «Aber du bist krank. Und so kann man weder heiraten noch ist man eine gute Gastgeberin. Jeder, der das nicht versteht, kann sich gerne mit mir und Eanruig anlegen. Wir haben dazu sicher das ein oder andere Wort zu sagen. Es ist vernünftig und sehr erwachsen, nun im Bett zu bleiben und dich pflegen zu lassen, bis die Krankheit deinen Körper verlässt.»
Maebh wartete, bis Muírín sie wieder ansah und lächelte dann sanft.
«Doch. Das können wir. Und das werden wir auch. Alles andere macht gar keinen Sinn. Und du wirst erst einmal gesund.»
Sie blieb einfach neben ihr sitzen und lächelte sie liebevoll an.
«Und sieh es einmal positiv. Jetzt kannst du deine Hochzeit sogar mitplanen und vorher sogar deinen Ehemann kennenlernen. Sehen wir es als Fügung des Schicksals. Nichts geschieht ohne Grund, schätze ich.»
Und Maebh lag die Schwarzmalerei wirklich nicht.
«Ich habe ein Kleinkind, um das ich mich kümmern muss und du hast Zeit mit mir verbracht, Muírín. Was auch immer du hast, ich habe mich entweder schon angesteckt oder ich werde es ertragen. Es ist schon in Ordnung.»
Immerhin hatte auch das Personal bereits Kontakt zu ihr gehabt und es war vermutlich nur gut, wenn sie alle Feierlichkeiten tatsächlich absagten. Schon um zum einen Muírín zu schonen, zum anderen um eine Ansteckung zu vermeiden. Maebh konnte sich was Besseres vorstellen, als die halbe Hochzeitsgesellschaft mit einer noch unbekannten Krankheit zu infizieren.
«Es muss dir doch nicht leid tun, Muírín», flüsterte Maebh und setzte sich neben sie auf die Bettkante und fuhr ihr mit der Hand sanft über das schweißnasse Haar, während das Mädchen in das Kissen weinte.
«Ich kann verstehen, dass es dir womöglich unangenehm ist», fügte sie noch an und runzelte ein wenig die Stirn. «Aber du bist krank. Und so kann man weder heiraten noch ist man eine gute Gastgeberin. Jeder, der das nicht versteht, kann sich gerne mit mir und Eanruig anlegen. Wir haben dazu sicher das ein oder andere Wort zu sagen. Es ist vernünftig und sehr erwachsen, nun im Bett zu bleiben und dich pflegen zu lassen, bis die Krankheit deinen Körper verlässt.»
Maebh wartete, bis Muírín sie wieder ansah und lächelte dann sanft.
«Doch. Das können wir. Und das werden wir auch. Alles andere macht gar keinen Sinn. Und du wirst erst einmal gesund.»
Sie blieb einfach neben ihr sitzen und lächelte sie liebevoll an.
«Und sieh es einmal positiv. Jetzt kannst du deine Hochzeit sogar mitplanen und vorher sogar deinen Ehemann kennenlernen. Sehen wir es als Fügung des Schicksals. Nichts geschieht ohne Grund, schätze ich.»
Und Maebh lag die Schwarzmalerei wirklich nicht.
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